Interrail 2000

Ich weiß nicht, wie ihr euren Sommer verbracht habt, manche werden in irgendwelchen schicken, teuren Hotels gewesen sein, um dort abzuchillen oder 'ne Runde in den Pool zu hüpfen, andere werden einfach nur zu Hause gewesen sein, um dort das Leben zu genießen.
Naja, Jochen und ich haben jedenfalls den Entschluß gefasst, mit Interrail durch Europa zu cruisen...
Damals wussten wir nicht, was uns alles erwarten würde!

Die Tour sollte auf jeden Fall durch Belgien, Luxemburg, Hollland, und Frankreich führen...
 

1. Etappe: Stuttgart Hbf - Luxemburg

Ja, Luxemburg war also unser erstes Ziel, wir haben dort jedoch nicht mehr gemacht, als es innerhalb einer halben Stunde zu durchqueren, was zu essen, und zu schlafen.

Das Herrschaftshaus in Luxemburg

so locker waren die da aber nicht drauf!
 

2. Etappe: Luxemburg - Brüssel - Amsterdam - (Paris)

Am nächsten Tag ging es also weiter. Brüssel war eigentlich zur Mittagessenspause eingeplant, dort hat's jedoch geschifft, außerdem war's da heftigst versifft, also stiegen wir gleich in den nächsten Zug ein, auf nach Amsterdam!

Zu Amsterdam muß man sagen, dass es eine hammergeile Stadt ist. Die Leute dort sind echt locker drauf (woran liegt das wohl???).
Da wir in Amsterdam jedoch keinen Platz zum Schlafen fanden (selbst unter der Brücke war alles belegt), mußten wir gegen 22 Uhr mit dem Nachtzug nach Paris fahren. Unser jeweils sehr kurzer Aufenthalt in Holland und Belgien ist auch der Grund dafür, dass ich euch hier keine Bilder präsentieren kann.

Paris

Paris an sich ist eine echt schöne Stadt (mit sehr schönen Bahnhöfen). Auf der Karte sieht Paris jedoch sehr sehr klein aus, so dass wir für eine 10 cm - Strecke (auf der Karte versteht sich) ungefähr 3 Stunden benötigten. Das versetzte uns schonmal in echt gute Stimmung, zumal die Jugendherberge, die wir uns zum Ziel gemacht hatten, keine Schlafplätze mehr hatte und sich außerdem in einem Ghetto befand! Was nun? Morgens, halb 12 in Paris, 3 Stunden umsonst gelaufen! Also nützten wir das geschickte Metronetz von Paris, und waren innerhalb von 10 Minuten unsere 10 cm wieder zurückgefahren!
Unsere Stimmung war ein wenig gedrückt, zumal wir innerhalb von 2 1/2 Tagen in allen 4 Ländern gewesen waren und jeweils die Hauptstadt gesehen hatten. Es galt jedoch noch 8 weitere Tage Urlaub zu machen, da wir schließlich an's Ende der Tour noch 2 Tage Aufenthalt im Disneyland Paris gesetzt hatten! Das einzig vernünftige schien uns, weit weit wegzufahren.
So stiegen wir also in einen TGV Richtung Rennes ein. Im Nu waren wir in einem total anderen Teil Frankreichs! Von Rennes aus nahmen wir dann einen Zug nach St. Malo!
St. Malo ist ein kleines, verschlafenes Nest an der Atlantikküste Frankreichs.
Hier verbrachten wir in einer super Jugendherberge also die nächsten 8 Tage, die dann auch schließlich zu den schönsten im ganzen Urlaub (der bisher noch keiner gewesen war) wurden. Aber seht selbst!

dieses Bild zeigt die "Rezeption" der Jugendherberge bei Nacht
 

hier kann man - ein wenig unscharf - unser Schließfach sehen, wir hatten's leider
nicht so mit der Ordnung, außerdem hat's tierisch gestunken (lag das etwa an den
nassen Handtüchern oder den Socken???)

Wir fanden unter anderem Freunde bei einer deutschen Reisegruppe (die Aufnahme ist vom letzten
Abend, also ein Abschiedsbild! Es gab sehr gutes Bier dort, also entschuldigt den leicht verpeilten
Ausdruck auf meinem Gesicht!)

einer der Gründe, die uns überhaupt haben aufmerksam werden lassen auf die Reisegruppe!


diese Göttin stammt aus dem nicht allzuweit entfernten Irland. Einen großen Teil der Zeit verbrachten
wir mit ihr (wenn wir nicht grade auf einer Parkbank saßen, gell Jochen?) Ach ja, das hübsche Wesen
heißt übrigens Sara O'Connor. Ein aufmerksamer Filmegucker hat hoffentlich gemerkt, dass die
weibliche Hauptrolle in beiden Terminatorteilen so hieß!

da haben wir nochmal ihr süßes Grinsen! Die besagte Parkbank ist auch mit im Bild! (die ersten paar
Tage in St. Malo haben wir überhaupt nichts unternommen, und saßen so den ganzen Tag auf dieser
tollen Bank! Später haben uns die Deutschen dann erzählt, dass sie uns schon für mongo gehalten haben
weil wir da nur rumsaßen!)


wie schon gesagt, das Bier dort war gut (Kronenbourg, Budweiser, etc.). Das verblüffende jedoch
ist, dass einige böse Zungen vor unserem Trip der festen Überzeugung waren, dass wir ungefähr so
in Holland aussehen würden.

ich schieb's auf das Bier und auf die Tatsache, dass wir eine Woche lang nicht geduscht hatten.
Dieses Bild ist übrigens um halb 5 Uhr morgens aufgenommen worden, als wir St. Malo verlassen
mußten! Da bin ich grade seit 5 Minuten wach und habe nur 4 Stunden geschlafen (immerhin war
letzter Abend). Außerdem haben die Iren uns, und wir den Iren gezeigt, wie trinkfest wir sind
(immerhin war letzter Abend)
Abschließend müssen wir zugeben, dass St. Malo der beste Einfall im
ganzen Urlaub war. Dort haben wir eine echt schöne Zeit verbracht!
Es gab zwar einige Zwischenfälle wie den nachts um 12 betenden Moslem
auf dem Zimmer, oder den Himbeergeruch - besessenen Wixer, die das ganze
jedoch nochmal ein Stück weit spannender gemacht haben. Auf diese beiden
Zimmergenossen gehe ich jetzt jedoch nicht näher ein, die meisten werden
sowieso schon aus unseren Erzählungen davon gehört haben. Und die, die es
interessiert, können auch einfach mal fragen!

Die beiden ungewaschen Interrailer auf ihrer Lieblingsbank, mit einem ihrer Lieblingsbiere!

So, nun kommen wir noch zum letzten Teil unserer Reise: Disneyland Paris, der Ort, wo Kinderträume wahr werden, der Ort, wo es tolle Attraktionen gibt, der Ort, an dem wir beide endlich wieder zu einer Dusche kamen und sich der tief eingefressene Schmutz verabschieden mußte, der Ort, wo es endlich Betten gab, die unseren Bedürfnissen entsprachen, der Ort, wo es was geiles zu futtern gab, der Ort, an dem ein Budweiser (0,33 L) 11 Mark gekostet hat!

Nach dem beschwerlichen Weg von St. Malo zurück nach Paris und von Paris nach Disneyland verbrachten wir erstmal einige Stunden mit Achterbahnfahrten und sonstigem. Anschließend kam das langersehnte Bad in unserem geilen Disneylandhotel:

hier haben wir einen der unglaublich langen Korridore im Hotel

das Zimmer

Dass wir uns in Pool, Whirlpool, Sauna und Dampfbad haben verwöhnen lassen, brauche ich glaube nicht zu erzählen!

Am Abend trafen wir dann noch in einer Bar jemanden, der uns bekannt vorkam!


erinnert ihr euch noch an die irische Göttin? Hier haben wir jetzt
die männliche Hauptrolle!


 

Also, das war's jetzt! Ein echt geiler Sommer!

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